Der Kreuzweg

kreuzweg1Als bei meiner Weihnachtsausstellung auf der Gamsburg der bekannte Konzertsänger Günther Lesche aus Deutschland den Zyklus „Die Kreuzigung“ sah, bewog er mich, in dieser Technik den gesamten Kreuzweg zu gestalten, um ihn als Grundlage für eine Andacht, die mit Gesang und Musik dargeboten wird, zu verwenden. So geschah es, und ich konnte am 18. April 1973, Karmittwoch, um 18 Uhr das 14teilige Tafelwerk in Monotypie, aufgebaut in Form eines gotischen Flügelaltars, stehend vor dem Hochaltar der alten, ehrwürdigen Wallfahrtskirche zu Annaberg in Niederösterreich, das erste mal der Öffentlichkeit vorstellen.

Es war eine eindrucksvolle Feier, bei der viele prominente Gäste anwesend waren. Von nun an wurde dieses Bildtafelwerk von der Bevölkerung und auch von den Massenmedien „Annaberger Kreuzweg“ genannt. Er blieb nun treuer Begleiter bei meinen Ausstellungen. An vielen Orten den In- und Auslandes habe ich den Annaberger Kreuzweg der Bevölkerung schon vorgestellt. Da man von Jahr zu Jahr deutlicher erkennt, dass nur die Kraft, die vom Kreuz ausgeht, uns den einzigen demokratischen Weg aus unserem geistigen Chaos weisen kann, ist diese Vorstellung immer mehr gefragt.

kreuzweg4Der Annaberger Kreuzweg wurde am 27. August 2004 an der Via Sacra (Pilgerweg von Wien nach Mariazell) eröffnet. Die Originalbilder in Monotypie dienten dabei als Vorlage und wurden mittels eines speziellen Verfahrens auf Emailplatten gebrannt.

Der Bildrahmen symbolisiert den Körper Christis. Die Nägel stehen für die Kreuzigung und das Leid Christis, sie durchstoßen den Körper des Erlösers. Das Bild wird von drei Säulen getragen, welche den Glauben, die Hoffnung und die Liebe darstellen.