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Über die Kunst

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Die Kunst

Sepp Gamsjäger - über die Kunst

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Über die Kunst

Eigentümer einer Begabung ist und bleibt der Schöpfer.
Der Besitzer ist verpflichtet, emsig daran zu arbeiten, sie auszubauen und zu veredeln, um so auch alle Mitmenschen an dieser Gnade teilhaben zu lassen.

Sicherlich wird es keine fertige Antwort auf all unsere Sorgen geben können, es soll aber Anreiz und Ansporn sein, für jeden denkenden Menschen, egal welchen Standes, in stiller Stunde über unsere Probleme – aber da vor allem über unsere Bildung – nachzudenken. So könnte es eine Stufe nach oben werden, um einen größeren Horizont zu überblicken, eine Stufe zum Licht, um die Wahrheit besser zu erkennen.
In über 100 Ausstellungen meiner Arbeiten in Österreich, der Schweiz und in Deutschland war ich persönlich anwesend und konnte im Gespräch mit den Besuchern Erfahrungen sammeln. Ich hatte die Möglichkeit, eine große Zahl erwachsener und Jugendlicher mit meiner Arbeit bekannt zu machen.
Dabei musste ich folgendes erschreckende Bild bemerken:
Dem sogenannten Kulturschaffen, das aus dem Konsumdenken entstanden ist und zum Großteil auch aus öffentlichen Mitteln gesteuert und gefördert wird, steht die Bevölkerung verständnislos gegenüber.
W a r u m ?
Es wir etwas mit viel Aufwand als Kunst vorgegaukelt, was uns wesensfremd ist und unserem Empfinden zuwiderläuft. So hat man unsere Bevölkerung, mit der in unsrer Kultur gewachsenen Ordnung, in einem schmutzigen Strudel gestoßen und sie droht drinnen zu versinken. In dieser Todesangst erscheint ein Grashalm oft als Rettungsanker.
Da ich ein Mensch aus dieser Bevölkerung bin und mit diesen Menschen auch empfinde,
versuche ich mit meine Kunst einen Grashalm zu pflanzen, mit der Bitte an den Allmächtigen, er möge halten und gesunde Wurzeln treiben.


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Die Frage unserer Jugend:

„Andere werden belohnt für Dinge und Sachen – würde ich diese machen,
werde ich bestraft – warum?“

Diese Frage ist so symptomatisch für unsere Gesellschaft, dass ich sie mit meinem Familienbild, jedem Elternpaar aber darüber hinaus jedem Betrachter und Leser einprägen und vorlegen möchte.
Solche Fragen stellen berechtigt unsere Kinder. Um die Beantwortung werden wir uns nicht mehr lange herumdrücken können. Wenn wir noch lange mit unseren schwer verdienten Steuergeldern Idole aufbauen, die eine mühevolle Erziehungsarbeit der Eltern und Lehrer im Nu wieder zunichte machen, dann ist das programmierter Selbstmord.
Die Antwort wird aber schwer zu finden sein, wir hören sie nicht mehr in Hochschulen oder Lehrbüchern, weil ja der Mord schon halb vollzogen ist, wir werden sie uns erarbeiten müssen, wir werden sie beobachten müssen in der Ökonomie der Schöpfung.

Wir sollen aber mit unserer Beobachtung nicht in die Gestirne oder Sonnensysteme ausweichen, obwohl die Wahrheit auch dort zu finden ist, bleiben wir lieber auf Erden bei dem für uns Erreichbaren, bei den Tieren und Pflanzen, mit denen wir leben müssen und ohne die wir nicht überleben werden.

 


 

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Die Weisheit aus dem Gartenbeet

Menschen, die sich von der Natur noch nicht völlig losgelebt haben, wird es noch gelingen, ein Gartenbeet zu beobachten, in dem die Mutter, der Gärtner oder der Bauer, Kraut gepflanzt haben. Zuerst wurde die Erde gesäubert, gedüngt und dann die zarten  Pflanzen gesetzt. Das Kraut brauchen wir zum Leben. Würde aber der Gärtner dieses junge Gemüse frei aufwachsen lassen, diese zarten Pflanzen seinem Schicksal überlassen, dann wird er kein Kraut ernten. Neben und inmitten der Pflanzen würde etwas zum keimen und wachsen beginnen, das Unkraut; das er aber gar nicht gepflanzt hat. Es wird stärker treiben und würde letzten Endes das ganze Gartenbeet überwuchern. Damit aber der Gärtner, das für uns lebenswichtige Kraut auch ernten kann, muß er ständig jäten und pflegen. Er muß das Kraut vom Unkraut befreien.

Das  K r a u t  bedarf der Pflanzung und Pflege.
Das  U n k r a u t  ist immer wieder von selbst da.

Sehen wir daraus nicht, daß es sich in der großen Welt, aber auch in uns Menschen
genau so verhält? Das gute müssen wir pflanzen und pflegen, das Böse bedarf dieser Pflanzung und Pflege nicht – ja im Gegenteil!
Sehen wir aber nicht auch daraus, dass das Gute und das Böse vollkommen verschiedene Eigenschaften haben? Wenn wir aufhören, das Gute zu pflanzen und zu pflegen, daß es dann auf einmal – gar nicht da ist. Sollten wir nicht daraus eine Grundwahrheit oder ein Grundgesetz  erkennen?

Liebe Leser, nun möchte ich Sie anregen, sich selbst die Fragen vorzulegen:

  • Wie viel vom Inhalt unserer Presseartikel ist Kraut und wie viel Unkraut?
  • Wie viel Kraut sehen wir in unseren Ausstellungen?
  • Wie sieht es bei unseren Filmen aus?
  • Bei Rundfunk und Fernsehen?
  • Am Büchermarkt?
  • Ja und wie viel unserer eigenen Gedanken sind Kraut oder Unkraut?
  • Haben wir ein vom Unkraut überwuchertes Gartenbeet?
  • Oder nennt man das heute Pluralismus?

 

Vielleicht sollten doch alle Menschen, aber vor allem alle jene, die sich für Bildung und Kultur verantwortlich fühlen, eine Zeitlang Gartenarbeit verrichten. Dort erkennt man nämlich den Schöpfungsakt Gottes immer noch und man lernt auch dabei, daß man dem selbst nicht entfliehen kann.

Meine Leser und Betrachter möchte ich aber besonders bitten, mitzuhelfen, damit in unserem Garten das Gemüse nicht ausgeht, dass aber auch Blumen blühen, an denen wir uns erfreuen wollen; dass wir aber auch die Ehrfurcht, Demut und Liebe nicht verlieren mögen, die allein uns befähigen, Kraut vom Unkraut zu unterscheiden, sei bitte an dem Allmächtigen.

 

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